INFESTUS - Chroniken des Ablebens
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„Heghlu'meH QaQ jajvam“ – dies ist klingonisch und bedeutet „Heute ist ein guter Tag zum Sterben“. Wer jetzt denkt, dass der gute Redakteur, der diesen Review schreibt, ein klein-bisschen verrückt ist, der hat Recht. Allerdings kann man das Album „Chroniken Des Ablebens“ von INFESTUS nicht besser zusammenfassen, als mit diesem Satz. INFESTUS spielen, ihr könnt es euch denken, Black Metal mit einem stark depressiven Touch. Titel wie zum Beispiel „Sterbend“, „Ready To Leave“ oder „Willinglessly Anticipating Death“ dürften wohl alles sagen. Die Scheibe ist allerdings doch wesentlich härter, als wie man es zB von Suicide Black Metal à la NORTT oder ELYSIAN BLAZE gewohnt ist
Einzelne Tracks dieser CD zu besprechen bzw. hervorzuheben, ist eher sinnlos, weil es definitiv um das Gesamtkonzept der Scheibe geht. Mit prügelnden Drums und harschen Vocals wird euch hier Gevatter Tod vorgestellt. Viele Synthies und ruhige Passagen sollte man sich eher nicht erwarten. Auch wenn die Scheibe quasi zwei Intros vorzuweisen hat – nämlich der erste Song „Sterbend“ und der letzte Song „Ready To Leave“, der nur die Vorbereitung für den „Hidden Track“ ist, der direkt danach folgt. Ansonsten treibt einen die Musik von Wut zu Hass zu Verzweiflung. Kurze atmosphärische Parts in den einzelnen Liedern lassen einem die Zeit, dass man die Emotionen noch stärker spürt. Trotz des eher rohen Black Metals hat das Duo auch nicht vergessen, dass hin und wieder eine Melodie ganz gut tut. Textlich bewegt sich alles, wie schon gesagt, um Tod, Todessehnsucht, Verzweiflung und Depression. Ohne die Lyrics in der Hand zu haben, ist es allerdings schwer zu verstehen, was der Herr Dagon so von sich gibt. Besonders erwähnenswert ist allerdings noch das Cover von „Chroniken Des Ablebens“. Dieses wurde von einem russischen Künstler namens Musta Aurinko gestaltet und ist sicherlich eines der besten Cover, die ich je bewundern durfte. Die Düsternis und das Ende des Lebens an sich sind sehr schön eingefangen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass INFESTUS hier ein schön-verzweifeltes Black Metal Werk erschaffen haben, welches sicherlich Fans von alten SHINING begeistern wird. Leider wird man die Herren wohl nur selten live zu Gesicht bekommen, weil sie nur noch ausgewählte Konzerte spielen. Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich allen Leuten, die wirklich mit Depressionen zu kämpfen haben, abrate, sich dieses Werk anzuhören. Denn INFESTUS wissen, wie man negative Gefühle erzeugt bzw. zusätzlich verstärkt.